Was ist P2P-Kommunikation?

Die ursprüngliche Vorstellung des World Wide Web beruhte wohl schon auf dem Konzept der Peer-to-Peer-Kommunikation, wobei jeder Internetnutzer als aktiver Herausgeber und Mitwirkender agiert, der Inhalte schafft und verknüpft, wodurch ein verflochtenes „Netz“ von Verknüpfungen entsteht. Aber die Peer-to-Peer-Technologie („P2P“) wurde von File-Sharing-Anwendungen wie z. B. Napster und Kazaa im großen Maßstab eingesetzt und bekannt gemacht. In diesem Zusammenhang ermöglicht die P2P-Technologie Nutzern, Dateien zur Verfügung zu stellen, zu suchen und herunterzuladen.

Seither wird der Begriff P2P häufig benutzt, um jede Art von direkter Kommunikation zwischen Nutzern bzw. Knoten zu beschreiben.

Wir hier bei Skype vertreten die Auffassung, dass ein echtes P2P-System alle Knoten in einem Netzwerk dynamisch miteinander verbindet, um an der Verkehrsweiterleitung, an Verarbeitungsaufgaben und anderen Aufgaben mit hohen Bandbreitenanforderungen teilzunehmen, die sonst von einem zentralen Server bearbeitet werden würden.

Eine echte P2P-Anwendung macht es auch kleinen Teams mit guten Ideen möglich, Software und Geschäfte zu entwickeln, die denen von großen Unternehmen in nichts nachstehen. Echtes P2P ist bei der Anwendung auf den richtigen Märkten eine Technologie, die alles auf den Kopf stellt.

Dezentralisierte P2P-Netzwerke haben mehrere Vorteile im Vergleich zu traditionellen Client-Server-Netzwerken. Diese Netzwerke können unendlich erweitert werden, ohne dass die Dauer für Suchvorgänge zunimmt oder kostenintensive zentrale Ressourcen nötig werden. Sie setzen die Verarbeitungs- und Netzwerkleistung von allen Endanwenderrechnern ein, deren Ressourcen proportional zum Wachstum des Netzwerks zunehmen.

Jeder neue Knoten, der dem Netzwerk hinzugefügt wird, stattet das Netzwerk mit zusätzlicher potenzieller Verarbeitungsleistung und Bandbreite aus. Das heißt, dass P2P-Netzwerke der zweiten Generation (2G) durch die Dezentralisierung von Ressourcen in der Lage sind, praktisch alle Kosten zu eliminieren, die bei einer großen zentralisierten Infrastruktur anfallen.

Wie nutzt Skype ein P2P-Kommunikationsnetzwerk?

Das Skype-Team hat die P2P-Kommunikation erfolgreich umgesetzt, indem alle verfügbaren Ressourcen in einem Netzwerk eingesetzt wurden - ohne dass dabei Bedarf an kostenintensiven zentralisierten Ressourcen entstand.

Skype nutzt die folgenden IP-basierten Kommunikationstechniken:

Firewall- und NAT-Traversal (NAT = Network Address Translation)

Clients ohne Firewall und Clients auf öffentlichen, Router-fähigen IP-Adressen können NAT-Knoten durch die Weiterleitung von Anrufen bei der Kommunikation unterstützen. Hierdurch ist es möglich, dass zwei Clients, die normalerweise nicht miteinander in Verbindung treten können, miteinander kommunizieren. Anrufe werden durchgehend verschlüsselt. Es werden Proxies mit freien Ressourcen gewählt, sodass sich die Leistung für diese Nutzer nicht verringert.

Wir haben darüber hinaus mehrere Techniken entwickelt, die die Endnutzerkonfigurationen von Gateways und Firewalls umgehen, die ansonsten die erfolgreiche Kommunikation der Nutzer über ein P2P-Netz verhindern würden. Kurz gesagt funktioniert Skype hinter einem Großteil von Firewalls und Gateways ohne besondere Konfiguration.

Globales, dezentralisiertes Nutzerverzeichnis

Die meisten Instant Messaging- oder Kommunikationsprogramme benötigen eine Art von zentralisiertem Verzeichnis für die Einrichtung einer Verbindung zwischen Endnutzern, um einen statischen Nutzernamen und eine Identität mit einer IP-Nummer zu assoziieren, die sich wahrscheinlich ändert.

Diese Änderung tritt auf, wenn ein Nutzer seinen Standort ändert oder sich erneut mit einer dynamischen IP-Adresse mit dem Netzwerk verbindet. Die meisten internetbasierten Kommunikationsprogramme verfolgen Nutzer über ein zentrales Verzeichnis, das jeden Nutzernamen und jede IP-Nummer aufzeichnet und verfolgt, ob Nutzer online sind oder nicht. Zentrale Verzeichnisse sind extrem kostspielig, wenn die Nutzerbasis in die Millionen geht. Durch die Dezentralisierung dieser ressourcenintensiven Infrastruktur kann Skype sich ganz auf die Entwicklung von innovativer Funktionalität konzentrieren.

P2P-Netzwerktechnologien, die von File-Sharing-Anwendungen genutzt werden, eignen sich zwar grundsätzlich für die Dezentralisierung; die Netzwerke sind aber naturgemäß fragmentiert - eine Suche erreicht nicht alle Knoten im Netzwerk.

Um eine Kommunikation der höchsten Qualität mit möglichst niedrigen Kosten bereitzustellen, war die Entwicklung einer P2P-Technologie der dritten Generation („3G P2P“) oder des sogenannten Global Index (GI) zwingend notwendig und stellt einen weiteren Paradigmenwechsel für skalierbare Netzwerke dar. Die Global Index-Technologie besteht aus einem mehrschichtigen Netzwerk, in dem Superknoten so miteinander kommunizieren, dass jeder Knoten im Netzwerk mit minimaler Latenzzeit weiß, welche Nutzer und Ressourcen verfügbar sind.

Wie sichert Skype die Anrufqualität?

Durch die Nutzung jeder möglichen Ressource ist das P2P-System, das die Skype-Kommunikation unterstützt, in der Lage, verschlüsselte Anrufe über den effektivsten Pfad zu leiten. Skype hält sogar mehrere Verbindungspfade offen und wählt dynamisch den Pfad, der zum gegebenen Zeitpunkt am günstigsten ist. Dies macht sich durch eine Reduzierung der Latenzzeit und eine bessere Anrufqualität im ganzen Netzwerk deutlich bemerkbar.
 

Ist Skype sicher?

Skype ist so sicher wie irgend möglich. Wenn Sie eine andere Person per Skype anrufen, wird Ihr Anruf verschlüsselt, um Ihre Privatsphäre zu schützen. Dasselbe gilt für Ihre freigegebenen Dateien, Chats und Videobilder.

Wenn Sie mehr über Sicherheit und Datenschutz im Internet erfahren möchten, besuchen Sie unser Sicherheitscenter
 

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